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Lenzkircher Fotowettbewerb "Wandern in und um Lenzkirch"

Mit diesem Logo hatte die Kur- und Touristikverwaltung Lenzkirch bereits
im Monat August 2006 den Fotowettbewerb ausgeschrieben und sich einiges
davon erhofft. All zu hoch war die Beteiligung nicht; zudem gingen
nach Meinung der Verwaltung nur wenig geeignete Motive ein. Näheres ist in
den unten stehenden Zeitungsausschnitten nachzulesen. Mein mit dem 3.
Platz bewertetes Foto machte ich im Juni 2007.
Die
prämierten Fotos sind - zusammen mit den allen eingereichten Fotos - über
folgenden Link der Stadt Lenzkirch zu betrachten:
http://www.lenzkirch-schwarzwald.de/lenzkirch/sites_k/wander_sport/fotobewerb_k01.asp

So der Artikel des Berichterstatters in der
Badischen Zeitung, der mit offener und ehrlicher Kritik nicht zurückhält.
Manfred G. Haderer aus Lenzkirch ist Mitglied in Natur- und
Heimatvereinen, Pressewart und hat auch etliche Bücher verfasst.
Ich werde am Schluss dieser Seite noch etwas dazu sagen und auch selbst
einige Tipps geben. - Nun der Artikel des gleichen Journalisten,
erschienen am 2. Oktober 2007 in der Badischen Zeitung (Wegen dem
vierspaltigen Format für eine besser lesbare Darstellung im PDF-Format AUF
den Artikel klicken):

Ich gratuliere den in diesem Bericht genannten Personen, die ihre Preise
vor dem meinigen erlangt haben, recht herzlich! Manchmal hilft es auch,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und im richtigen Moment auf
den Auslöser zu drücken. - Und hier mein mit dem 3. Platz ausgezeichnetes
Foto (eigentlich nur ein "Allerweltsmotiv"):

Eigentlich hatte ich diese
Aufgabe "nur so im Vorbeigehen" gemacht. Die Bildidee ist nicht unbedingt
neu, und die Tiefenwirkung einer solchen Aufnahme entsteht durch einen
wirkungsvollen Vordergrund; dies sind hier die Baumzweige im oberen
Drittel des Bildes. Die Kirche habe ich bewusst in die Mitte des Bildes
gebracht. Auch diese Art von Gestaltung ist nichts Außergewöhnliches und
wird öfters praktiziert. Allerdings habe ich, damit die Zweige im
Gegenlicht nicht zu schwarz wurden, Blitzlicht benutzt, und das war mein
Trick. Und zwar ein starkes Zusatzblitzgerät mit Leitzahl 40 (die
eingebauten, meist aufklappbaren Blitzer sind zu schwach). Trotz allem
würde ich diese Aufnahme nicht einmal als so professionell betrachten; z.
B. das Gebüsch im Vordergrund ist angeschnitten. Für einen noch besseren
Bildwinkel hätte ich allerdings ein Grundstück betreten müssen. Auch
einzelne Zweige abzubrechen konnte ich wohl schlecht machen.
Nun möchte ich mir gestatten,
einiges zu den anderen eingereichten Aufnahmen zu sagen:
Vieles war wirklich ohne jede Überlegung fotografiert. Z. B. den Gasthof
Löffelschmiede flach von oben und mit leeren Gartenstühlen. (Solche
Aufnahmen mache ich zwar auch, aber nur zu meiner Information, was wo
ist). Wenn schon,
dann eine bessere Perspektive und mit Personen darauf, damit ein Bezug
entsteht. Das Motiv mit dem Fliegenpilz ist zwar ganz nett, aber den kann
man überall geknipst haben. Hier fehlt der Bezug zum Raum Lenzkirch mit
seinen Ortsteilen. Anderweitig wurde offenbar einfach so in den Wald
hinein fotografiert. Wo ist das? So die zwangsläufig entstehende Frage.
Banal wirkte auch die einzeln ohne jedes Umfeld fotografierte Tafel (wo
und vor welchem Gasthaus?) mit der Aufschrift "Herbstzeit + Wanderzeit =
Eintopfzeit". Ein zwar origineller Spruch, aber da hätten z. B. der
lächelnde Koch in weißer Mütze mit Gästen drum rum mit draufgehört und
womöglich noch weitere Details, die das Umfeld näher erkennen
lassen.
Eine kleine Blende bringt zudem Vorder- und Hintergrund gleich scharf
aufs Bild! Es kostet natürlich ein wenig Selbstüberwindung, für so ein
Foto Leute anzusprechen und passend zu platzieren.
Unschärfe und falsche Belichtung sollte beim Einsatz von Digitalkameras
eigentlich der Vergangenheit angehören. Das Bild kann man doch wohl durch
Betrachten auf dem Monitor gleich nach der Aufnahme entsprechend
kontrollieren, oder nicht? -
Andererseits gab es zwar schöne und auch technisch gute Aufnahmen von sprühenden Wasserfällen - nur
waren diese nicht dem vorgegebenen Thema zuzuordnen. Es ging um Lenzkirch
und seine Ortsteile. Genau das war gefragt.

Dies hier ist das bereits von
der Jury im Vorfeld kritisierte Foto des Gasthauses "Löffelschmiede". Der
banalste Fehler: Leere Gartenwirtschaft ohne Personen. Der Bildwinkel ist
verfehlt, der Namenszug kaum erkennbar; zudem befinden sich viel störende
Details (z. B. der Laternenmast, das Hausdach oben links und der
unvorteilhaft vorhandene Schatten rechts) im Bild. Der Aufnahmestandort
ist viel zu hoch gewählt, wesentlich mehr Spannung hätte ein anderer
(tiefer gelegene) Platz für die Aufnahme bewirkt; z. B. einer außerhalb
der rechten Kante des Gebäudes. Halt bloß ein Foto für die Oma: "Guck mal,
da haben wir gegessen ... "
Hans-Gerhard Maiwald
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