Stationenweg 2000 der Pfarrgemeinde St. Gallus, Lenzkirch-Kappel

Zum Pfingsttag des Jubeljahres 2000 wurde der neue Stationenweg in Lenzkirch-Kappel vollendet. Am Weg zur Antonius-Kapelle, den bis 1971 ein Kreuzweg säumte, stehen jetzt fünf Bronze-Skulpturen, angebracht auf Granit-Findlingen der Umgebung. Innerhalb des  Zeitraumes vor 1971 kam es zu einem tragischen Unfall eines jungen Mädchens, dass durch einen umstürzenden alten Stein sein Leben verlor.
Den Anstoß zum Werk gab das Amt für Flurordnung in Freiburg. Die Verantwortung für das Ob und Wie lag in den Händen des Pfarrgemeinderates, dem in den Jahren der Entstehung Berthold und Elisabeth Haury, Otmar Intlekofer, Andreas Schurt, Christa, Gabriel und Walter Winterhalder, Brunhilde Drathschmidt sowie die Geistlichen Pfarrer Edgar Hoch und Elmar Körner angehörten.
Von anfänglicher Skepsis fand man im Pfarrgemeinderat zu immer größerer Begeisterung. In enger Zusammenarbeit mit Bildhauer-Meister Michael Huber aus Oberkirch entstanden seit 1996 die inhaltlichen Aussagen und die gestalterischen Entwürfe.
Die fünf Stationen wollen den Menschen heute Anregung zum "Mensch werden" sein, und für kommende Generationen ein Zeugnis des Denkens und Hoffens der Bewohner im Jahre 2000 darstellen.
Bei der inhaltlichen Gestaltung wurde auf Themen des berühmten und viele Menschen bewegenden Sonnengesang des hl. Franz von Assisi zurück gegriffen und mit Gedanken heutiger Weltanschauung und Lebenshoffnung verbunden. Große Freude herrschte bei allen Beteiligten darüber, diesen Stationenweg in seiner originellen und einzigartigen Gestaltung gegenwärtigen und zukünftigen Bevölkerung zu übergeben.
Natur und Schöpfung, verbunden mit dem Bewusstsein: Gott trägt und hilft zu einer erfüllten Gestaltung des Lebens und der Gesellschaft - davon spricht dieses Werk. - Mögen viele immer wieder den Weg gehen, schauen, stille werden sowie neue Freude und Hoffnung finden.

 Nach einer Information des Pfarrgemeinderates Kappel
(Anmerkung: Die Texte wurden mit geringfügigen Abänderungen
dem jedermann frei zugänglichen gelben Info-Blatt entnommen) 

An Stelle eines früheren Kreuzweges zur Antonius-Kapelle steht dieser Stationenweg der Menschwerdung zum Jubeljahr der Geburt Christi. Der Weg führt zur Kapelle des hl. Antonius. Er war Ordensbruder und Zeitgenosse des hl. Franz von Assisi. Dessen Preislied auf die Schöpfung - der "Sonnengesang" ist für die Stationen bestimmend.
Gottes Tat bleibt: Er wurde Mensch. Unsere Sendung heute: Mensch werden, von Gott durch gedrungener Mensch, welcher der Erde hilft, lebenswerte Schöpfung zu sein.


Ausführlich erläutert wird auf dieser Tafel die Bedeutung der einzelnen Stationen. Der Weg wurde zum Pfingsttag 2000 angelegt

1. Station: "Gepriesen seiest du Herr, durch Schwester Sonne, Bruder Mond und die Sterne". Sonne - Gott- bringt Licht und Wärme in die Kälte und Dunkelheit

2. Station: "Gepriesen seiest du Herr durch Bruder, Wind und die Luft". Wind und Feuer - im Chaos können sie vernichten. Geordnet spenden sie Segen. Ihre ...

Energien sind Bewegung, die dem Menschen zum Leben dienen. "Macht euch die Erde untertan". Der Wind ist wie eine Harfe, wir hören die Schöpfung atmen.

3. Station: "Gepriesen seiest du Herr durch Schwester Wasser". Wasser quillt aus unserer Erde, gibt Wachstum und Leben, dient und lässt sich verbrauchen.

Aus Gott fließt das Wasser als besonderes Geschenk der Liebe in unserer Welt: Die Taufe, angedeutet in der Jakobusmuschel Das Dreieckssymbol der früheren

4. Station: "Gepriesen seiest du Herr, durch Schwester Wasser". Wasser quillt aus unserer Erde, gibt Wachstum und Leben, dient und lässt sich verbrauchen.

5. Station: Gepriesen seiest du, Herr, durch alle die vergeben, die Trübsal ertragen, die deinen Willen tun". Die Kreisform deutet den ewigen Kreislauf an, der ...

Dieses Christuskreuz mit T-Balken, das in seiner Form mehr dem "echten" Kreuz von Golgatha entspricht, befindet sich mittig auf der anderen Seite des Weges

"Mit deinem Kreuz und Leiden umfassest du die Not der ganzen Welt. Gib du uns HERR Kraft und Mut, das Leid unserer Zeit mit zu tragen".

Die kleine St. Antonius-Kapelle. Einige Paare haben sich in der idyllischen Kapelle am Waldesrand schon trauen lassen, wobei der Musikverein einen Umzug machte